Ratgeber
B1 Brief schreiben: Die 5 Brief-Baupläne mit Beispielen
Nie wieder ratlos vor der Schreibaufgabe: Mit fünf wiederverwendbaren Brief-Bauplänen meisterst du jeden Brief in der B1-Prüfung — Goethe, telc und DTZ. Mit Redemitteln, Musterbriefen und den häufigsten Fehlern.
B1 Atlas · Aktualisiert am Read this guide in English →
Zum Ausprobieren
Ein Bauplan, fünf Briefe
Jeder Prüfungsbrief — Goethe, telc oder DTZ — ist dieselbe Maschine aus fünf Slots. Lern das Gerüst einmal: Tauschst du die orangefarbenen Zeilen, wird aus einer Bitte eine Beschwerde. Tipp auf eine Zeile, und du siehst ihre Aufgabe und ein Redemittel zum Austauschen.
Ohne JavaScript zeigt dir der Ratgeber unten dieselben fünf Baupläne mit denselben Musterbriefen — einfach weiterlesen.
Im Kurs bekommt jeder Bauplan ein eigenes Kapitel, verankert in Amirs Geschichte — und alle Redemittel stehen auf dem kostenlosen Spickzettel zum Launch. Spickzettel zum Launch sichern →
Der Brief entscheidet dein Schreibmodul — bei Goethe, telc und DTZ. Die gute Nachricht: Die Prüfungen können nur eine Handvoll Briefsorten stellen, und jede davon folgt einem festen Bauplan. Wer die fünf Baupläne kennt, „schreibt“ in der Prüfung keinen Brief mehr — er füllt ein Gerüst aus, das er auswendig kann.
Was die Prüfungen verlangen
| Prüfung | Schreibaufgabe |
|---|---|
| Goethe B1 | 3 Texte in 60 Min.: informelle E-Mail (ca. 80 Wörter, 3 Inhaltspunkte) · Meinungsbeitrag fürs Forum (ca. 80 Wörter) · formelle E-Mail (ca. 40 Wörter) |
| telc B1 | 1 Antwort-E-Mail in 30 Min., informell oder halbformell, mit 4 Leitpunkten — alle vier müssen behandelt werden; Betreff, Anrede, Einleitung, Schluss werden erwartet |
| DTZ | 1 kurzer formeller Brief in 30 Min., Auswahl aus 2 Aufgaben, 4 Inhaltspunkte — Anrede und Gruß sind Pflicht |
Drei Regeln gelten überall:
- Jeder Brief braucht Anrede und Gruß. Ohne sie fehlt ein bewerteter Bestandteil.
- Jeder genannte Punkt muss behandelt werden. Ein vergessener Leitpunkt kostet direkt Punkte — bei Goethe wird ein Text unter 50 % der geforderten Länge oder am Thema vorbei sogar mit 0 bewertet.
- Ein Register pro Brief. Entweder durchgehend Sie oder durchgehend du — gemischt kostet es Punkte.
Das universelle Gerüst
Jeder Prüfungsbrief — formell oder informell — ist dieselbe Maschine mit fünf Bausteinen. Nur der Inhalt des Hauptteils ändert sich je nach Bauplan:
BETREFF Betreffzeile (bei telc immer; in jeder E-Mail sinnvoll)
ANREDE Anrede + Komma
EINSTIEG 1 Satz: Warum schreibe ich? / Worauf reagiere ich?
HAUPTTEIL die Bausteine des jeweiligen Bauplans —
ein kurzer Absatz pro Inhaltspunkt
ABSCHLUSS 1 Satz nach vorn: Dank / Hoffnung / nächster Schritt
GRUSS + NAME Grußformel + Unterschrift
Formell oder informell?
| Baustein | Formell (Sie) | Informell (du) |
|---|---|---|
| Anrede (Name unbekannt) | Sehr geehrte Damen und Herren, | — |
| Anrede (Name bekannt) | Sehr geehrte Frau Schneider, / Sehr geehrter Herr Yılmaz, | Liebe Olena, / Lieber Amir, / Hallo Olena, |
| Anrede (halbformell) | Liebe Frau Müller, / Lieber Herr Yılmaz, | — |
| Gruß | Mit freundlichen Grüßen | Viele Grüße / Liebe Grüße / Bis bald |
| Gruß (halbformell) | Freundliche Grüße / Herzliche Grüße | — |
| Du-/Sie-Formen | Sie / Ihnen / Ihr | du / dir / dein |
Die harten Regeln dazu:
- Nach dem Komma der Anrede geht es klein weiter (außer das erste Wort ist ein Nomen oder Sie): „Liebe Olena,“ → „vielen Dank für …“
- „Sehr geehrte/r …“ gehört zu „Mit freundlichen Grüßen“. „Liebe/r …“ (an Freunde) gehört zu „Viele/Liebe Grüße“. Die Paare nie kreuzen.
- Im formellen Brief darf nirgends du/dein/dir stehen, im informellen nirgends Sie/Ihnen.
- Sie/Ihnen/Ihr (formell) schreibt man immer groß; du/dir/dein im Prüfungsbrief klein.
Bauplan 1: Die Bitte (die Anfrage)
Aufgabe: höflich Informationen oder eine Handlung bekommen — von der Telefonfirma bis zum Amt. Meist formell.
| Baustein | Formell | Informell |
|---|---|---|
| Einstieg | ich bin seit … Kunde bei Ihnen. / ich interessiere mich für … | ich brauche deine Hilfe. / ich habe eine Frage an dich. |
| Bitte (weiche Frage) | Könnten Sie mir bitte sagen/mitteilen, ob/wann/wie …? | Kannst du mir sagen, ob …? |
| Bitte (etwas schicken) | Ich möchte Sie bitten, mir … zu schicken. | Kannst du mir bitte … schicken? |
| Bitte (sehr höflich) | Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie … könnten. | Es wäre super, wenn du … könntest. |
| Begründung | Ich brauche diese Informationen, weil … | Ich frage, weil … |
| Abschluss | Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe. Ich freue mich auf Ihre Antwort. | Danke dir schon mal! Melde dich bald. |
Musterbrief (Frage an die Telefonfirma, ≈ 85 Wörter — telc/DTZ-Länge):
Betreff: Frage zu meinem Handyvertrag
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin seit Januar Kunde bei Ihnen (Kundennummer 4711-B). Ich habe eine Frage zu meinem Tarif: Im Moment bezahle ich 29 Euro im Monat, aber ich telefoniere nur wenig. Könnten Sie mir bitte mitteilen, ob es einen günstigeren Tarif für mich gibt? Ich wäre Ihnen auch dankbar, wenn Sie mir Informationen über die Kündigungsfrist schicken könnten, denn ich möchte flexibel bleiben.
Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe. Ich freue mich auf Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüßen Amir Karimi
Die 3 häufigsten Fehler:
- Befehl statt Bitte. ✗ „Schicken Sie mir die Informationen!“ → ✓ „Könnten Sie mir bitte die Informationen schicken?“ — der nackte Imperativ klingt wie ein Befehl und kostet Registerpunkte.
- „wollen“ statt „möchten“. ✗ „Ich will einen neuen Tarif.“ → ✓ „Ich möchte gern einen günstigeren Tarif.“
- Bitte ohne Kontext. Wer mit der Forderung beginnt, überspringt den Einstieg — und ein Inhaltspunkt bleibt unbehandelt. Immer zuerst ein Satz Kontext.
Bauplan 2: Die Beschwerde
Aufgabe: ein Problem sachlich melden und eine Lösung fordern. Praktisch immer formell — und die wichtigste Regel heißt: sachlich bleiben. Bewertet werden Daten und Fakten, nicht Wut.
| Baustein | Formell |
|---|---|
| Einstieg | ich wohne seit … in der …straße … / ich habe am … bei Ihnen … gekauft/bestellt. |
| Problem benennen | Leider muss ich mich über … beschweren. / Leider gibt es ein Problem mit … |
| Seit wann | Seit drei Tagen funktioniert … nicht. / … ist seit Montag kaputt. |
| Schon gemeldet | Ich habe das Problem schon am … gemeldet, aber bis jetzt ist nichts passiert. |
| Folge | Das ist ein großes Problem für mich, weil … / Deshalb kann ich … nicht … |
| Forderung | Ich bitte Sie, das Problem so schnell wie möglich zu lösen. / Bitte reparieren Sie … bis … |
| Forderung (Termin) | Bitte teilen Sie mir mit, wann der Handwerker kommen kann. |
| Abschluss | Ich hoffe auf eine schnelle Antwort. / Vielen Dank für Ihre Hilfe. |
Musterbrief (die Heizung ist kaputt, ≈ 95 Wörter):
Betreff: Heizung defekt – Bitte um schnelle Reparatur
Sehr geehrter Herr Yılmaz,
ich wohne in Ihrer Wohnung in der Gartenstraße 12, im dritten Stock. Seit Montag funktioniert die Heizung nicht mehr. Ich habe schon am Dienstag bei Ihnen angerufen, aber bis jetzt ist leider nichts passiert. Die Wohnung ist jetzt sehr kalt, und ich kann abends kaum arbeiten. Ich bitte Sie deshalb, die Heizung so schnell wie möglich reparieren zu lassen. Bitte rufen Sie mich an und sagen Sie mir, wann der Handwerker kommen kann.
Vielen Dank für Ihre Hilfe.
Mit freundlichen Grüßen Amir Karimi
Die 3 häufigsten Fehler:
- Emotion statt Fakten. ✗ „Das ist eine Frechheit! Ich bin sehr wütend!!“ → ✓ „Das ist ein großes Problem für mich, weil die Wohnung sehr kalt ist.“
- Keine Forderung. Viele beschreiben das Problem — und hören auf. Die Forderung ist bei telc/DTZ ein bewerteter Inhaltspunkt: Sag, was passieren muss und bis wann.
- Vage Zeitangaben. ✗ „Die Heizung ist kaputt.“ → ✓ „Seit Montag funktioniert die Heizung nicht mehr.“ — seit + Zeitangabe ist die Signaturstruktur der Beschwerde.
Bauplan 3: Die Entschuldigung / Die Absage
Aufgabe: einen Termin absagen oder verschieben, sich entschuldigen, eine Alternative vorschlagen. Das ist die klassische formelle Kurzaufgabe (Goethe Aufgabe 3) und ein DTZ-Standard.
| Baustein | Formell | Informell |
|---|---|---|
| Bezug + Absage | leider kann ich am … nicht zu … kommen. | es tut mir echt leid, aber ich kann am … nicht. |
| Absage (Termin) | Leider muss ich unseren Termin am … absagen. | Ich muss leider absagen. |
| Entschuldigung | Ich möchte mich dafür entschuldigen. / Es tut mir sehr leid. | Sei mir bitte nicht böse. / Tut mir wirklich leid! |
| Grund | Der Grund ist: … / Ich muss an diesem Tag arbeiten. / Ich bin leider krank. | Ich schaffe es nicht, weil … |
| Alternative | Können wir einen neuen Termin vereinbaren? / Ich kann am Dienstag oder Mittwoch. | Können wir das verschieben? Wie wäre es mit Samstag? |
| Abschluss | Vielen Dank für Ihr Verständnis. | Ich hoffe, das ist okay für dich. |
Musterbrief (Termin verschieben, ≈ 45 Wörter — genau die Goethe-Aufgabe-3-Länge):
Betreff: Termin am 14. März
Sehr geehrte Frau Schneider,
leider kann ich am Donnerstag nicht zu unserem Beratungstermin kommen, weil ich arbeiten muss. Es tut mir sehr leid. Können wir einen neuen Termin vereinbaren? Nächste Woche habe ich am Dienstag und Mittwoch Zeit.
Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Mit freundlichen Grüßen Amir Karimi
Die 3 häufigsten Fehler:
- Die Roman-Entschuldigung. Wer 60 von 80 Wörtern für den Grund verbraucht, vergisst die Alternative — und die ist meist ein bewerteter Inhaltspunkt. Ein Satz Grund genügt.
- Verbposition nach „weil“. ✗ „…, weil ich muss arbeiten.“ → ✓ „…, weil ich arbeiten muss.“ — der häufigste B1-Grammatikfehler überhaupt, und dieser Bauplan erzwingt fast immer einen weil-Satz.
- Entschuldigung ohne Absage. „Es tut mir leid“ allein sagt nicht, dass du nicht kommst. Die Absage muss die Information explizit enthalten: nicht kommen / absagen / verschieben.
Bauplan 4: Die Antwort auf eine Einladung
Aufgabe: auf eine Einladung reagieren — klar zusagen oder mit Bedauern absagen, und auf die Details eingehen. Meist informell.
| Baustein | Formell | Informell |
|---|---|---|
| Dank | herzlichen Dank für Ihre Einladung. | vielen Dank für deine Einladung! |
| Zusage | Ich nehme Ihre Einladung gern an. | Ich komme sehr gern! / Klar komme ich! |
| Absage | Leider muss ich absagen. | Leider kann ich nicht kommen, weil … |
| Bedauern | Das tut mir sehr leid. | Wie schade! |
| Nachfrage | Könnten Sie mir noch sagen, wann …? | Um wie viel Uhr soll ich kommen? / Wer kommt noch? |
| Angebot | Kann ich etwas mitbringen? | Soll ich etwas mitbringen? Ich kann einen Salat machen. |
| Abschluss (Zusage) | Ich freue mich auf den Abend. | Ich freue mich schon! Bis Samstag! |
| Abschluss (Absage) | Ich hoffe, wir sehen uns bald bei einer anderen Gelegenheit. | Ich hoffe, wir sehen uns bald! |
Musterbrief (Antwort auf eine Geburtstagseinladung, ≈ 70 Wörter):
Betreff: Deine Geburtstagsfeier am Samstag
Liebe Olena,
vielen Dank für deine Einladung! Ich komme sehr gern zu deiner Feier am Samstag. Ich kann aber leider erst um 19 Uhr da sein, weil ich bis 18 Uhr arbeite – ich hoffe, das ist okay. Soll ich etwas mitbringen? Ich kann einen Salat machen oder Getränke kaufen. Sag mir einfach, was du brauchst.
Ich freue mich schon auf Samstag!
Liebe Grüße Amir
Die 3 häufigsten Fehler:
- Kein klares Ja oder Nein. Danken, plaudern, fragen — aber nie zusagen oder absagen: Genau diesen einen Satz suchen die Prüfer zuerst.
- Formelles Register an Freunde. ✗ „Sehr geehrte Olena, … Mit freundlichen Grüßen“ → ✓ „Liebe Olena, … Liebe Grüße“ — zu förmlich ist genauso ein Registerfehler wie zu locker.
- Details ignorieren. Die Aufgabe versteckt immer Details (Uhrzeit, Essen, Gäste). Eine Antwort, die auf jede Einladung passen würde, verliert Inhaltspunkte. Auf mindestens zwei konkrete Details eingehen.
Bauplan 5: Die Mitteilung (der Bericht)
Aufgabe: Informationen weitergeben — ein Ereignis berichten, Neuigkeiten mitteilen — geordnet und vollständig.
| Baustein | Formell | Informell |
|---|---|---|
| Anlass | ich möchte Ihnen mitteilen, dass … | ich habe Neuigkeiten: … / stell dir vor: … |
| Anlass (Bericht) | ich möchte Ihnen kurz berichten, wie … | ich muss dir erzählen, wie es war! |
| Reihenfolge | Zuerst … Danach … Zum Schluss … | Zuerst … Dann … Am Ende … |
| Detail | Die Prüfung findet am … um … in … statt. | Die Feier ist am Samstag um 19 Uhr bei mir. |
| Bewertung | Es war sehr interessant/anstrengend. | Es war richtig schön! |
| Rückfrage | Haben Sie noch Fragen dazu? | Willst du auch mitmachen? / Was meinst du? |
| Abschluss | Wenn Sie noch Fragen haben, können Sie mich gern anrufen. | Melde dich, wenn du mehr wissen willst! |
Musterbrief (Bericht über die Prüfungsanmeldung, ≈ 80 Wörter):
Betreff: Meine Anmeldung zur B1-Prüfung
Liebe Olena,
ich habe Neuigkeiten: Ich habe mich heute für die B1-Prüfung angemeldet! Die Prüfung ist am 12. Juni an der Volkshochschule. Die Anmeldung war ganz einfach: Zuerst habe ich online ein Formular ausgefüllt, dann habe ich die Gebühr bezahlt. Jetzt habe ich noch acht Wochen Zeit und lerne jeden Tag eine Stunde. Willst du dich auch anmelden? Dann können wir zusammen lernen.
Melde dich, wenn du Lust hast!
Liebe Grüße Amir
Die 3 häufigsten Fehler:
- Der ungeordnete Info-Haufen. Fakten ohne Verbindungswörter lesen sich wie eine Liste — und Kohärenz ist überall ein Bewertungskriterium. Die Kette zuerst/dann/danach ist billige Versicherung.
- Ein geforderter Punkt fehlt still. Die Aufgabe versteckt ihre Inhaltspunkte als Fragen („Wann? Wo? Was kostet es?“). Vor dem Schreiben: jede Frage abhaken.
- Zeiten-Chaos im Bericht. Vergangenes gehört ins Perfekt („Ich habe mich angemeldet“), aktuelle Fakten ins Präsens („Die Prüfung ist am 12. Juni“). Bericht = Perfekt, Fakten und Pläne = Präsens.
Der 60-Sekunden-Check vor der Abgabe
Bevor du den Brief abgibst — in dieser Reihenfolge prüfen:
- Alle Punkte? Jeder Inhaltspunkt aus der Aufgabe behandelt? (Goethe: 3 · telc/DTZ: 4)
- Anrede + Gruß? Vorhanden, richtig geschrieben, Komma nach der Anrede, danach klein weiter?
- Ein Register? Nur Sie-Formen oder nur du-Formen — Anrede und Gruß aus derselben Zeile der Tabelle?
- Länge? Goethe: nah am Zielwert (unter 50 % = 0 Punkte!) · telc/DTZ: alle Punkte behandelt schlägt Wörterzählen.
- Verb am Ende? Jeder weil/dass/wenn-Satz — steht das Verb am Ende?
Woher die Fakten stammen
Die Aufgabenformate und Bewertungsregeln in diesem Ratgeber wurden am 27. August 2026 gegen die offiziellen Prüfungsunterlagen geprüft: die Durchführungsbestimmungen zum Goethe-Zertifikat B1 samt Modellsatz, den telc Übungstest 1 und das DTZ-Prüfungshandbuch des BAMF. Formate können sich ändern — prüfe die Details bei deinem Prüfungszentrum.
Häufige Fragen
Wie viele Wörter muss der Brief in der B1-Prüfung haben?
Beim Goethe-Zertifikat B1 ist die Länge vorgegeben (ca. 80 Wörter bei Aufgabe 1 und 2, ca. 40 Wörter bei Aufgabe 3) — ein Text unter 50 % der geforderten Länge wird mit 0 Punkten bewertet. Bei telc und DTZ gibt es keine Wortvorgabe: Wichtiger ist, dass alle vier Leitpunkte behandelt sind. Als Richtwert reichen dort etwa 80–120 Wörter.
Was ist wichtiger: perfekte Grammatik oder der Inhalt?
Der Inhalt. Alle Prüfungen bewerten zuerst, ob die Aufgabe erfüllt ist — also ob jeder geforderte Punkt behandelt wurde und Anrede und Gruß stimmen. Ein einfacher Brief, der alle Punkte abdeckt, bekommt mehr Punkte als ein eleganter Brief, dem ein Punkt fehlt.
Welche Anrede benutze ich, wenn ich den Namen nicht kenne?
Im formellen Brief: „Sehr geehrte Damen und Herren,“ — danach geht es klein weiter. Kennst du den Namen, schreibst du „Sehr geehrte Frau …,“ oder „Sehr geehrter Herr …,“. Im informellen Brief an Freunde: „Liebe …,“ / „Lieber …,“ oder „Hallo …,“.
Darf ich du und Sie im selben Brief mischen?
Nein — das ist einer der teuersten Fehler. Ein Brief ist entweder komplett formell (Sie/Ihnen/Ihr) oder komplett informell (du/dir/dein), von der Anrede bis zum Gruß. Gemischte Register kosten in allen drei Prüfungen Punkte.